Osterfreizeit 2011 - ein Bericht von Julian Reinacher

 Am Freitag, dem 22.April 2011, trafen sich unsere Mitglieder zur jährlichen Osterfreizeit. Diesmal reichte das Alter unserer Teilnehmer von 6 Jahren bis zu 18 Jahren. Trotz diesem großen Altersabstandes blieb es unter den Teilnehmern stressfrei und freundlich. Nach dem wir im kleinen Dorf Harthausen angekommen waren, bezogen wir mitten im Ort unser Quartier für die nächsten vier Tage.

Bei strahlendem Sonnenschein bezogen unsere Teilnehmer ihre Zimmer und wurden schon nach kurzer Zeit aufgefordert ihre „Musik“ leiser zu machen, was nicht das einzige mal in dieser Freizeit sein würde. Mit T-Shirts färben und Fackeln basteln ging es im Programm weiter. Nach einem leckerem Abendessen mit Fischstäbchen und Kartoffelsalat, ging es mit einer dunklen Nachtwanderung weiter, auf der die Betreuer erfolglos versuchten die Jüngsten mit Leuchtstäben zu erschrecken. Wieder zurück angekommen, ließen wir den Tag gemütlich zu Ende gehen und entspannten bei lauter Musik aus dem Zimmer der Jungen, welches nach einem Besuch von einem unserer Betreuer ziemlich Still wurde. 

Am 2. Tag des Abenteuers wurden wir zur Stille gezwungen, da die Kapelle in unserem Hof einen Gottesdienst veranstaltete. Als dieser zu Ende ging, fuhren die großen zu einem kleinen Fluss um mit 2 Kanus und der "Walter Gauch" zu rudern. Nach 3 Stunden, einer Menge durch Muscheln verschnittener Füße und 5 Sandbänken später, kamen sie endlich an ihrem Ziel an, wo warme Apfelpfannenkuchen auf sie warteten. Dadurch, dass die Fahrt deutlich länger dauerte als gedacht, beschlossen wir nicht mehr zurück zu fahren und die Boote aus dem Wasser zu holen. Während dessen die Großen ihre „Wildwasserfahrt“ machten, ließen es die Kleinen ruhiger angehen mit einer Stadtrallye bei stechender Hitze. Um sich von dem Stress zu erholen, beschlossen die Betreuer, den kompletten Mittag unter das Motto „Chillen" zu stellen und die Kleinen von unseren künstlerisch begabten Betreuern schminken zu lassen. Nach dem sich alle bei unserem Italienischen Abend mit Spaghetti und Tortellini stärkten, waren wir bereit bei Spielen verschiedenster Art unser Können zu beweisen, ob es Geschicklichkeit oder Kraft ist. Auch am Abend konnten sich manche nicht ausruhen, da sie die Party auf den Zimmern beenden mussten.

 Der Ostersonntag wurde früh begonnen und zwar mit einem Geburtstagsständchen für unsere jüngste Teilnehmerin. Emma wurde auf unserer Freizeit 6 Jahre alt und wurde mit Geschenken und dem Besuch ihrer Eltern überrascht. Nach dem unsere Stimmen ausgereizt waren, machten wir uns auf den Weg zu dem recht nahe liegendem Freizeitbad. Trotz der kurzen 2 Stunden, die wir dort verbrachten, hatten manche von uns jedoch genug Zeit um einige witzige Fotos unter Wasser zu machen, welche zu großem Gelächter führten. Als auch die langsamsten von uns den Weg nach draußen fanden machten wir uns auf den Weg zurück um uns auf eine kommende Kletterpartie vorzubereiten. Zusammen machten wir uns auf den Weg zu einem Sportplatz, wo mehrere Kisten und ein Klettergurt auf uns warteten. Allen war klar, was jetzt passieren würde und wir machten uns daran die Kisten zu stapeln. Als auch der letzte den Turm gebaut hatte, gingen wir zurück wo auf uns leckere Bratwürste mit Rotkraut und Kartoffelbrei warteten. Mit voll geschlagenem Magen machten sich alle Schick, um Fotos zu machen und zu hofften, das sie in das Casino gelassen werden würden, welches einige fleißige Betreuer aus einem der Nebenzimmer zauberten. Nach dem die starken Türsteher den Teilnehmern den Zutritt gewährten, machten sich alle daran um so viel „Chips“ wie möglich an den einzelnen Ständen zu gewinnen, um diese gegen Leckereien um zu tauschen. Obwohl die Bank den größten Teil der Zeit pleite war, machte es allen Spaß und wir gingen mit leichten Magenschmerzen von den Süßigkeiten ermüdet ins Bett.

Nach der Bettruhe machten sich die Schlafmützen auf in den Wald um ihre teilweise sehr schwer versteckten Ostergeschenke zu finden. Als alle über ihren Fund glücklich waren, beschlossen die Betreuer den Spaß leider zu beenden und machten per Ansprache die Freude kaputt, in dem sie das Zusammenpacken und Sauber machen verkündeten. Mit leicht trauriger Mine machten sich alle an die Arbeit, welche relativ gut verlief, so das wir einigermaßen früh unser „Feed-Back“ machen konnten, bei dem alle offen sagten, was sie toll und eher weniger toll fanden.

Zurück in Heddesheim angekommen, räumten wir gemeinsam die Gegenstände auf, die wir mitnahmen und alle wurden nach Hause gefahren um ihren Eltern begeistert alles zu erzählen.