Schnorcheltauchen
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Eintauchen in eine andere Welt
In kristallklarem Wasser vor den Malediven oder im Roten Meer exotische Fische und Korallen beobachten, das ist der Traum eines jeden Schnorcheltauchers: Ein Traum, der durchaus Wirklichkeit werden kann. Denn das Schnorcheltauchen ist eine Sportart, die nicht viel kostet, und die man auch in heimischen Gewässern ausüben kann.
Wo kann man das Schnorcheltauchen lernen?
Zum Beispiel bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die meisten der über 2000 Gliederungen bieten qualifizierte Lehrgänge zum Erwerb des Deutschen Schnorchel-Tauch-Abzeichens an.
Hier einige Tips und Hinweise:
Was braucht man dazu?
Die sogenannte A-B-C Ausrüstung, das sind Tauchbrille, Schnorchel und Flossen. Es empfiehlt sich, diese in einem Fachgeschäft mit kompetenter Beratung zu kaufen. Denn es gibt beim Kauf einige Punkte zu beachten:
Die Tauchbrille muß dicht sein.
Machen sie den Dichtigkeitstest. Die Tauchbrille ansetzen und durch die Nase einatmen. Die Brille muß am Gesicht haften. Sie sollte aus Sicherheitsglas (tempered) bestehen, ein Nasenerker muß vorhanden sein und eine doppelte Dichtlippe am Rand. Achten sie auf ein möglichst großes Gesichtsfeld mit kleinem Totraum. Auf keinen Fall Tauchbrillen mit integriertem Schnorchel verwenden.
Beim Schnorchel heißt die Devise: je einfacher, desto besser. Das Rohr darf maximal 35 cm lang sein und bis zu 3 cm Durchmesser haben. Das Mundstück sollte weich sein und Beißwarzen haben. Keine Ventile verwenden, die ein Ausblasen des Schnorchels verhindern.
Bei längerem Aufenthalt in vor allem kalten Gewässern ist ein Kälteschutzanzug (Neopren) erforderlich. Auskühlung kann zu erheblichen Schädigungen führen.
Der Arztbesuch ist Pflicht
Im Interesse der eigenen Gesundheit soll sich der Schnorcheltaucher vorher ärztlich untersuchen lassen, denn der Körper unterliegt beim Tauchen anderen physikalischen Bedingungen (mit Wassertiefe zunehmender Umgebungsdruck). Der Hausarzt sollte die Tauchtauglichkeit bestätigen.
Das ist beim Schnorcheltauchen zu beachten:
1. Druckausgleich:
Je 10 m Wassertiefe erhöht sich der Umgebungsdruck um 1 bar. 10 m Wassertiefe bedeuten einen Druck von 2 bar. Beim Abtauchen ist schon ab einer Wassertiefe von 2 m der Druckausgleich erforderlich, um Schädigungen des Ohres zu vermeiden.
2. Hyperventilation:
Vor dem Abtauchen normal atmen. Bewußt vermehrtes starkes Durchatmen (Hyperventilation) führt zu einer Verringerung des Kohlendioxidspiegels im Blut ohne gleichzeitige nennenswerte Sauerstoffanreicherung. Das kann eine schleichende Bewußtlosigkeit (Schwimmbad-blackout) und damit die Gefahr zu Ertrinken zur Folge haben.
3. Sicherheit:
Grundsätzlich sollen Tauchübungen mit der ABC-Ausrüstung nur nach vorheriger Ausbildung und nie allein durchgeführt werden. Gegenseitige Kontrollen beim Schnorcheln zunächst im Schwimmbad und danach im Freigewässer sind die beste Lebensversicherung.
4. Umweltschutz:
Schnorcheltaucher verhalten sich umweltgerecht. Sie vermeiden Störungen brütender Wasservögel. Sie nutzen nur frei zugängliche Stellen zum Einstieg in Gewässer. Weitere Tips: Nicht durch Bewuchs tauchen, schwimmen oder gehen. Während Brut- oder Laichzeiten die Gebiete weiträumig umgehen. Keine Abfälle im und am Gewässer hinterlassen.
DSTA-Ausbildung
Eine gute Schnorcheltauchausbildung bei der DLRG ist die beste Voraussetzung für ein sicheres und bewußtes Naturerlebnis im und unter Wasser.
Quelle: www.dlrg.de
Wer mehr über das Schnorcheltauchen wissen möchte oder sich für das Gerätetauchen oder sogar das Rettungstauchen interessiert, wendet sich an die DLRG-Gruppe Heddesheim e. V..
